Prof. Jan Janczak - Bilder und Plastiken

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Biografie
 
„Der polnische Maler Jan Janczak“ – so hiess die 1976 erschienene Publikation über den nun seit 30 Jahren in Wil (St. Gallen) lebenden Maler.
 
Drei Jahrzehnte später würde man aus verschiedenen Gründen zögern, einen Titel zu setzen, der die Herkunft dermassen betont. Jan Janczak ist kein „polnischer Maler“ und er ist auch kein „Schweizer Maler“. Er ist Maler, ein Maler allerdings, der preisgekrönte Zeichentrickfilme und mit grosser Leidenschaft modelliert. Jan Janczak ein Künstler – ein Maler – ein Plastiker der es versteht, denkwürdige Botschaften an die Betrachter seiner Werke zu richten.
 
          
 
Jan Janczak ist ein stupender Handwerker, der von den an der Akademie von Krakau gelernten Fertigkeiten (an der er später als Professor für bildende Künste selbst unterrichtete) noch heute zu profitieren weiss.
 
Kontinuität wird in seiner Schaffensmethode ersichtlich. Einst und jetzt liess und lässt er das Unbewusste malen. Aus der Tiefe seiner Seele tauchen die Bilder auf. Jan Janczak findet leicht Zugang zur Welt des Unbewussten, was nur wenigen gelingt. Menschen können ihre Ganzheit nur dann wieder finden, wenn sie den Kontakt mit dem einen „inneren Kind“ wieder herstellen können. Das „innere Kind“ begleitet Jan Janczak tagtäglich, denn Jan Janczak mit seiner hochkomplexen Bildersprache, die den aufmerksamen Deuter in ein „Labyrinth aus Sackgassen“ führt, hat es verstanden, sich dem Drang zur Serienproduktion zu entziehen, der die Kunst vieler seiner Kollegen so langweilig macht.
 
Jan Janczak ist im Risiko geblieben, eigentlich hat er sogar den Einsatz beständig erhöht, indem er nicht unter der Fahne der Medienkritik Fotos oder Fernsehbilder abmalt, sondern beutet für seine Kompositionen die ureigene Fantasie aus. Janczaks Träume als Reflexzonen von Erinnerung, Affekt und Zeitgenossenschaft.
 
          
 
Diese radikale Subjektivität, diese ungeschützte Individualität, das Ich für die Kunst niemals abgegeben zu haben, ist vermutlich Janczaks grösste Leistung.
 
Wer Jan Janczak in seinem Atelier in Wil besucht, begegnet einem offenen, warmherzigen Herrn der trotz Jahrgang 1938 voller Tatendrang steckt.
 
Es ist nicht Torschlusspanik bei Jan Janczak, was ihm das Gefühl gibt, noch viele Pläne zu realisieren, sondern es ist ein Lebensabschnitt höchster Eingebung und Kreativität, der seinen Schaffensdrang erklärt.
 
„Der einzige Realist ist der Visionär“.
 
Mit neun Jahren, kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges, gewinnt der talentierte Jung einen Wettbewerb unter dem Titel „Wie stelle ich mir meine Stadt in der Zukunft vor?“ Der erste Preis, der Jan zufällt, war für den feinsinnigen Schüler ein grosses Erlebnis. In ihm reift der Entschluss, Architekt, oder noch weitgreifender, Urbanist zu werden.
 
Seine Vorliebe für das Malen und Zeichnen entdeckt er schon früh. Die Kunstmittelschule schliesst er 1957 mit der Matura ab. Nach bestandener Aufnahmeprüfung an der nach Paris berühmtesten Kunstakademie in Krakau, belegt Jan zwischen 1957 bis 1963 die Fächer Malerei, Grafik und Film.
 
Von der Akademie mit dem Titel „Magister Sztuki“ (Magister der Kunst) ausgezeichnet ist der Weg zur ersten Bilderausstellung des begabten Künstler geebnet.
 
Zum ersten Mal erzählt Jan Janczak im Jahre 1964 einer breiteren Öffentlichkeit mit seinen Bildern Geschichten des Menschen und von Menschen: von Familie, Liebe, Alltagsfreuden und Alltagssorgen.
 
    
 
In den Jahren zwischen 1970 und 1975 steht Janczak beruflich und privat am Scheideweg.
Beruflich macht er Karriere an der Kunstakademie Krakau. Privat stehen Entscheidungen an.
Beruflich widmet er sich einerseits der Förderung seiner Studenten, andererseits fesselt ihn das Filmschaffen. Der gesellschaftskritische und experimentelle Kurz- und Animationsfilm fasziniert Janczak in jenen Jahren besonders. In ihm nimmt er schon damals einige der heutigen Probleme wie z.B. die ökologische Bedrohung unserer Erde visionär vorweg.
 
In Zusammenarbeit mit der staatlichen Filmgesellschaft entsteht in den Jahren 1964 bis 1980 eine Reihe von Kurzfilmen. Die meisterhafte Anwendung der Symbolik die Erzählkunst in Gleichnissen sowie die Fähigkeit, komplexe Themen in stark verdichteter Aussage in bewegte Bildern zu fassen, sind Gründe für die weltweite Beachtung seines filmischen Können und der Auszeichnungen an verschiedenen internationalen Film-festivals.
 
Und so wie der Film von der ständigen Bewegung lebt, sind die Bilder Janczaks Sequenzen, Augenblicke menschlichen Seins.
 
     
 
Sind seine Bilder zu Beginn seiner Künstlerkarriere aus der Zeit des Aufbruchs Widerpart zum Schrecken des Holocaust, so ist sein jetziges Werk ein Widerpart zum Barbarischen der heutigen Zeit, der Vermarktung und Vermassung von allem und jedem.
 
Janczak ist leidenschaftlich der Einzigartigkeit und Möglichkeit des Individuums verbunden, der Utopie von einem besseren vollkommenen Menschen. So zelebriert er in seinen Plastiken, welche nun einen breiten Raum in seinem Wirken einnehmen, die Individualität des Menschen.
 
Das Suchen und Ringen um den künstlerischen Weg wird auch mit sechzig weitergehen. Und es scheint sich bei Janczak zu bestätigen, dass sich in der zweiten Lebenshälfte der Blick nach innen schärft.
 
 
Jan Janczak einer der ganz grossen Künstler unserer Zeit.
 
Weitere Werke siehe Kunstverkauf
 
 
Kunst am Bau und Auszeichnungen (Auszug)
 
- Skulpturenkomposition, Landskrona, Schweden
- Glasfenster, Kath. Kirche St. Pakraz, Boswil, Schweiz
- Altarbilder, Glasfenster, Bronzekruzifix, Schlosskapelle Schwarzenbach,  
  Schweiz
- Ehrenbürger der Stadt Houston, USA
- Altarbilder, Glasfenster, Kath. Kirche St. Anna, Opfikon-Glattbrugg, Schweiz
- Auszeichnung am Filmfestival, Kattowitz, Polen
- Erster Preis für Kurzfilm am Festival, Huesca, Spanien
- Förderpreis des Kantons Aargau, Schweiz
- Glasfenster, Psychiatrische Klinik in Wil, Schweiz
- Glasfenster, Grossratssaal Regierungsgebäude, Aarau, Schweiz
- Auszeichnung für Kurzfilm, Cork, Irland
- Glasfenster, Kath. Kirche, Oberhof, Schweiz
- Goldmedaille für Malerei, Krakau, Polen
- Filmpreis Oberhausen, Deutschland
 
Das Oeuvre von Jan Janczak fasziniert weltweit Kunstliebhaber. Seine zahlreichen Ausstellungen in der Schweiz, in zahlreichen europäischen Ländern sowie in den Vereinigten Staaten, Kanada und Japan zeugen von der Anerkennung seines Schaffens. Seine Werke befinden sich im öffentlichen Raum sowie in Museen und privaten Kunstsammlungen.
 
Atelierbesuch beim Künstler jederzeit möglich – Kontaktadresse Kunstgalerie Bachlechner
 
     
Kontaktadresse:
Kunstgalerie Bachlechner, Wiesentalstrase 8i (Im Wiesentalpark), 8962 Bergdietikon/Zürich
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