Irma Bucher - Skulpturen

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Biographie
 

Irma Bucher – in den 60gern in Horw/Luzern geboren – maturierte in Luzern und absolvierte eine 4-jährige Steinbildhauerlehre bei Ernst von Wyl in Hergiswil (NW). Sie fertigte Arbeiten, d.h. Skulpturen in Stein und Holz für Raffael Benazzi im Tessin und New Jersey in den USA, sowie diverse Arbeiten in Stein für verschiedene namhafte Bildhauer, bevor sie sich im 2000 entschloss, in Sissach ihr eigenes Bildhaueratelier zu eröffnen.

So ist Irma Bucher nie stehen geblieben – ihr Werk ist Fortbewegung in der Suche ….. Hommage an den Menschen, seinem Wesen ….. ihm mittels Stein Präsenz zu verschaffen, umgesetzt durch Kreativität. Die Künstlerin spricht durch ihr Werk. Ihre Arbeiten bringen, so seltsam das auf den ersten Blick klingen mag, etwas in der Seele des Betrachters zum Schwingen. Tabuisiertes wird so auf einmal Aussprechbares. Irma Bucher ist für mich in mehrfacher Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung. Die Bildhauerei ist mit ihren schweren und harten physischen und psychischen Herausforderungen eine rare Spezies geworden. Irma Bucher ist eine seltene Vertreterin dieser Spezies. Sie ist auch als Mensch eine Ausnahmeerscheinung, denn Mensch heisst nicht gleich Mensch sein.

Das Geheimnis ihrer unerschöpflichen Quelle der Lebenskräfte aus denen sie ihr künstlerisches Potenzial bezieht, liegt in ihrer engen Verbundenheit und ihrem Respekt vor dem Leben in all seiner Vielfalt.

 
    

 

Wenn Kunst – wie eine der vielen Definitionen lautet – den Triumph des Menschlichen Geistes über die Materie darstellt, dann ist Irma Bucher in jeder Hinsicht eine wahrhafte Künstlerin.

Im Zentrum der künstlerischen Gestaltungskraft steht in künstlerisch – technischer Hinsicht die Form-Vollendung d.h. die Auseinandersetzung mit den formalen Lösungsmöglichkeiten, die der Stein bietet – ohne ihm seine Persönlichkeit zu rauben.

Thematisch steht im Mittelpunkt aller Arbeiten von Irma Bucher immer der Mensch – in seiner Befindlichkeit – seinem Ausdruck – seinem Denken – hinter dem Vorhang, hinter der Kulisse; sie ist auf der Suche nach Erahnbarem doch vermutlich niemals Fassbarem. Es ist ein in Stein gehauener „Hauch von Flüchtigkeit“. Keine Reduzierung – sondern Konzentration, eher eine Form der Essenz als der Existenz. So entstehen im Vorfeld der bildhauerischen Tätigkeit der Künstlerin immer auch dreidimensionale Skizzen, die dem Betrachter Raum für einen eigenen Zugang bieten.

Irma Bucher greift das krampfhafte Streben nach Perfektion an und löst es zugunsten einer starken Physiologie auf. Sie tritt hiermit in die Stapfen jener, die dem Problem nicht ausweichen, sondern es zum Herzstück ihres Schaffens machen.

Irma Buchers Skulpturen sind nicht Formen der Zeit, sind nicht Formen im Raum, sondern Körper des Raums: Sie rufen ihn, ziehen ihn in sich hinein. Sie sind nicht Zurschaustellungen von Schönheit, sondern Fragen, die sich an den Sinn richten. Man muss nicht alles im Leben verstehen wenn man zuhört abwartet und loslässt, wenn man loslässt und aufmerksam wartet wird einem die richtige Intuition zugespielt, auch wenn es manchmal etwas länger dauert. Wir müssen nicht immer alles wissen oder verstehen wollen. Es gibt unerforschte Informations- und Kommunikationswege, nur sind diese nicht einfach anzapfbar. Woher kommt es? Ist es das Hören auf seine innere Stimme, ist es Eingebung durch Mediation oder ist es etwas Höheres? Ich weiss es nicht, aber ich glaube es ist das Zusammenwirken von verschiedenen Komponenten. Nicht den Dummen sondern den Aufmerksamen, den Wartenden, den Geduldigen gibt’s der Herrgott im Schlafe.

Irma Buches Skulpturen in ihrer schlichten Schönheit stimmen nachdenklich. Sie symbolisieren den Stein gewordenen Ausdruck eines geschaffenen, das heisst von der Künstlerin geschaffenen Zustandes.

Sie symbolisieren ihren Form- und Gestaltungswillen. Die Künstlerin setzt sich mit der Macht auseinander und demonstriert zugleich ihre Macht, in dem sie den Stein behaut, verändert, bearbeitet, ihm ihren Gestaltungswillen aufzwingt.

Widerstand gegen scheinbar Unabänderliches ist vornehmste Tätigkeit der Bildhauerin. Sie bearbeitet den scheinbar unveränderbaren, unabänderlichen, mit einfachen Mitteln nicht zu bewältigenden Stein, die härteste Materie. Die Bildhauerin überwindet jeglichen Widerstand dieser Materie. Das grosse Geheimnis der dahinter stehenden Kraft liegt bei Irma Bucher in ihrer Naturverbundenheit und ihrem tiefen Respekt vor dem Leben und der unbegrenzten Vielfalt der göttlichen Schöpfung begründet. Diese Achtung vor dem Leben in all seiner Vielfalt mit dem Dank an den, der das unbegrenzte Leben ist, gibt und erhält, mögen weiterhin Massstab und Richtschnur im Leben und Wirken der Künstlerin sein und bleiben.

Das bodenständige, ehrgeizige Naturell der Bildhauerin, ihre Wesensart und Einstellung zum Leben verheissen eine spannende und viel versprechende Fortsetzung ihres Schaffens.

 
Weitere Werke siehe unter Verkauf
 
 
 

 
 
 
Bisherige Ausstellungen (Auszug)
 
 
Galerie Leuenbrüggli Langenthal BE
Gelerie Leewasser Brunnen SZ
Galerie Bachlechner Bergdietikon/Zürich
Giardina Zürich
OpenArt 11 Roveredo GR
ArteperArte flash 11 Giubiasco TI
Formwinter Grüningen ZH
Galeriemarlène Ottenbach ZH
OpenArt 10 Roveredo/Castellrotto
Skulptura Glarus
Skulpuren Symposium 09, Winterthur
OpenArt 09 Roveredo GR
Bildhauersymposium, Kunst in Kandersteg
Galerie G5 Gelterkinden BL
Skulp-Tour 08 Waldshut-Tiengen D
OpenArt 08 Roveredo GR
Galerie zur grünen Tür, Uznach SG
Skulpturenweg
Rothenfluh/Oltingen/Anwil BL
Bildhauesymposium Brunnen SZ
Fundamental: Farbe Stein Stahl in Basel
Stein Licht Form in Sissach BL
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